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FUNDSTÜCKE 01/18


Ja, er lebt noch. Dies sind die ersten Fundstücke im Jahr 2018 und ich hoffe, meine Leser hatten ein schönes Weihnachtsfest, sowie einen angenehmen Jahreswechsel. Es erreichten mich zahlreiche Mails mit Anfragen, ob es mir gut ginge  und warum denn so lange kein neuer Beitrag kam. Es ist richtig: Ich habe zwei Monate lang nichts geschrieben, das wären acht Fundstücke gewesen. Damit sind wir auch beim Kern der Begründung. Seit Oktober hatte ich beruflich und privat soviel um die Ohren, dass ich weder Zeit noch Muße hatte, diese mir wirklich wichtigen Artikel zu schreiben. Da ich einen gewissen Anspruch an die Fundstücke habe und als Perfektionist dazu neige, eine Sache gar nicht erst zu beginnen, wenn ich weiss, dass ich meinem Anspruch nicht gerecht werden kann, schrieb ich eben gar nichts. Nur bei Instagram war ich aktiv.

Über die wunderschönen Weihnachtstage im Kreis der Familie habe ich mir dann die Zeit genommen, darüber nachzudenken, wie es in Zukunft mit dem Blog weitergehen soll, denn Aufhören kommt nicht in Frage. Mir macht das Schreiben und Zusammenstellen der Fundstücke nämlich vor Allem Spaß. Ein Aspekt, der in letzter Zeit zu kurz kam. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, vom wöchentlichen Rhythmus Abstand zu nehmen, da ich dessen Einhaltung aus Zeitgründen nicht garantieren kann und das Ganze deshalb in ein Verpflichtungsgefühl und Streß ausartet. Aufmerksame Leser haben bereits gemerkt, dass ich den Titel des Beitrags der neuen Ausrichtung angepasst habe. Ich werde die Fundstücke in Zukunft dann veröffentlichen, wenn ich Zeit und Ruhe habe. Die Veröffentlichung wird nach wie vor bei Facebook und Instagram bekanntgegeben. Desweiteren kann man den Blog per Feedreader (Ich empfehle Feedly.) oder Email abonnieren. Es besteht also keine Gefahr, einen Beitrag zu verpassen.

Leider ist es mir immer noch nicht wieder möglich, auf anderen Blogs zu kommentieren. Dies ist sehr ärgerlich, weil die Interaktion der verschiedenen Seiten der Hauptgrund war, mich für Blogspot zu entscheiden. Ich habe keine Ahnung, warum das nicht mehr geht. Egal, wie ich mich anmelde, meine Kommentare landen im Nirvana. Habe bei mehreren Autoren angefragt und mir wurde bestätigt, dass meine Kommentare ihnen nicht angezeigt werden. Ich habe Google deshalb kontaktiert, bekomme aber keine Antwort.

Nun aber los. Seit November habe ich soviel gefunden, dass das Selektieren eine echte Herausforderung war. Ich hoffe, meine Auswahl stößt auf positive Resonanz.

Anfangen möchte ich mit einer Obskurität, die aber thematische schon auf das nächste Fundstück vorbereitet. Es handelt sich um die mir bisher unbekannte "Light My Fire"-Version von Vivi Bach - von der mein Favorit eigentlich "Molotow Cocktail Party" ist - und Max Greger. Jim Morrison würde im Grab ausrasten, aber die Nummer ist einfach stark.


Nach dieser kleinen Freude nun leider zu einer weniger erfreulichen Nachricht. France Gall ist gestorben. Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich mal nachmittags auf einem Straßenfest aufgelegt. Als ich "Zwei Apfelsinen im Haar" Lied spielte, fing eine Gruppe Rentner spontan an wild, nahezu ekstatisch, zu tanzen. Das war fast ein Flashmob. Dieses surreale Erlebnis fiel mir sofort wieder ein, als ich die traurige Nachricht las. Das für mich prägendste Lied von ihr war allerdings das, welches ich ausgewählt habe. Hier dargeboten 1968 in Berlin. Was sie wohl gedacht hat, als Singleportale und Dating-Apps auf den Markt kamen? Ich hätte es sie gern mal gefragt. Ruhe in Frieden, France Gall.


Ein Album, vor dem man 1992 nicht fliehen konnte, war "Automatic For The People" von R.E.M. Es war bereits ihr Achtes, aber die Grunge-Welle verhalf so einigen Bands, die schon Jahre spielten, zum verdienten Erfolg. Zu diesem Album fand ich eine Dokumentation mit dem Titel "Automatic Unearthed", die ich mit großen Interesse anschaute. Mein Favorit von der Platte war immer "Man On The Moon". Was ich lange nicht wusste ist, dass es hinter dem Lied eine Geschichte gibt. Michael Stipe hatte sich vorgenommen, im Text häufiger das Wort "Yeah" unterzubringen, als es Kurt Cobain in dem von "Lithium" getan hatte. Am Ende gewann er mit 56 zu 48.


Am 27. Dezember jährte sich der Geburtstag von Marlene Dietrich zum 116. Mal. Das möchte ich zum Anlass nehmen, die Musikrubrik mit dieser großen Dame abzuschließen. In diesem Fundstück singt sie zwar nicht, aber der Musikbezug ist in mehrfacher Hinsicht da. Es handelt sich um eine Szene aus dem Film "Just A Gigolo" von 1978, in dem Dietrich ihren letzten Auftritt auf der Leinwand hatte und einfach alles in den Schatten stellt. Ihr Dialogpartner in dieser Szene ist David Bowie und Regie führte David Hemmings, welcher wiederum in meinem Lieblingsfilm "Blow-Up", der einen starken popkulturellen Bezug hat, die Hauptrolle spielt. Gleichzeitig kann so die Filmrubrik eingeleitet werden. Sowas liebe ich.


Ein themenrelevanter Artikel war: "Our 12 favourite Home Grown collections of 2017"

Bereits im November hatte Grace Kelly Geburtstag, die ich nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als stilsichere Dame für eine der größten halte. Schade, dass sie ihre Filmkarriere so früh aufgab. Ich fand einen Zusammenschnitt von Szenen aus "To Catch A Thief" mit Cary Grant, die mir sehr gefällt. So erinnert man sich gern.


Wie nicht verborgen blieb, bin ich auch ein großer Anhänger von Audrey Hepburn. Ich bin auch der Meinung, dass Frauen, die sich ihres Kleidungsstils unsicher sind, einfach Audrey Hepburn zum Vorbild nehmen sollten. So wären alle Probleme auf einen Schlag gelöst. Dieser Szene aus "Funny Face" ist so wunderbar, dass ich jedem den Vogel zeigen würde, der sich da nicht vom Fleck weg verliebt. Fred Astaire natürlich wie immer cool as f....Und ich will dieses Hemd.


Thematisch passend:"Michelle Dockery Gives Us Her Private Tour of 'Downton Abbey: The Exhibition'". 

Damit wären wir im Stilteil angekommen. Eine sehr gute Nachricht ist, dass nun Anfang dieses Jahres endlich die von mir hier bereits mehrfach erwähnte Dokumentation über John Simons erscheinen wird. Diese gute Nachricht kam mit einem neuen Trailer, welcher die Wartezeit verkürzt. Ein konretes Datum wurde allerdings noch immer nicht genannt. Die machen es wirklich spannend.


Eine weitere interessante Neuigkeit ist, dass Bernhard Roetzel wieder angefangen hat zu bloggen. Seine Seite heisst passend "Der Feine Herr" und befindet sich natürlich bereits in meinem Feedreader. Man sollte es mir gleichtun.

Interessante Artikel waren:"On Finding Stylish Luggage", "Leroy and Alice Holubar: Holubar", "The Story of the Sierra Designs 60/40 Mountain Parka" und "Is Wool Really Warmest for Winter?".

Der kulinarische Teil wird heute mit einem Beitrag über Christian Gentemann aus der "Bar am Steinplatz" eingeleitet, der ich schon lange mal einen Besuch abstatten wollte.


Interessant zu lesen war:"Dieter's Chocolate Factory", "Als ich eine Flasche Wein für 2495 Euro trank" und  ""The Shed At Dulwich" was London's top-rated restaurant. Just one problem: It didn't exist.".

Natürlich habe ich auch wieder Rezepte gefunden, die mich motivierten, sie auszuprobieren. Da wären "Smoked salmon with potato pancakes", "Baked Chocolate Ganache With Spicy Hazelnuts And Orange Oil", "Vermont Onion Soup" und "Sorghum Ice Cream with Sorghum Peanut Brittle".

Themenunabhängig lesenswerte Artikel waren:"Wie ein Möbelhersteller auf den Trend zum papierlosen Büro reagiert", "Ihr alle hasst Lesungen – aber hingehen tut ihr trotzdem""Auf in eine mittelmäßig gute Zukunft" und "Let’s Reminisce Over Airplanes That Had Piano Bars, Cocktail Lounges, Pubs, and Restaurants".

Damit wären wie am Ende dieser Fundstücke angekommen. Es hat mir nach langer Zeit mal wieder so richtig Spaß gemacht, sie zusammenzustellen und ich hoffe, dass sie meinen Lesern Freude und Ablenkung bereiten.

Ich wünsche eine gute Zeit bis zu dem nächsten Fundstücken!





Beim Schreiben gehört: Oonops Drops - Downbeat Science

Kommentare

  1. Mir ging es ja ähnlich. Habe auch überlegt ob ich noch weiter blogge.
    Aber einmal Blogger, immer Blogger.
    Schön, dass Du wieder da bist

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  2. Auch hier Freude. Danke und viel Spaß beim weitermachen!

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