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FUNDSTÜCKE KW 31


Wie aufmerksame Leser bemerkt haben, gab es in der vergangenen Woche keine Fundstücke. Dies lag daran, dass ich im Urlaub war und sich die dortige Internetverbindung vorgenommen hatte, neue Langsamkeitsrekorde aufzustellen. Emails abrufen war teilweise unmöglich, Internetseiten bauten sich erst nach mehreren Minuten oder gar nicht auf, meine Dropbox teilte mir mit, die Aktualisierung dauere voraussichtlich mehrere Tage. Irgendwann gab ich es auf und fing an, die positiven Aspekte wahrzunehmen und den Zustand zu genießen. Es ist unglaublich, wie schnell man das Gefühl vergessen hat, wie es ohne Internet und Handy ist. Ich werde in Zukunft meine Onlinetätigkeiten und auch mein Kommunikationsverhalten über andere Kanäle deutlich verändern, denn es fehlte mir genau gar nichts. Die Fundstücke und sonstige Aktivitäten auf diesem Blog bleiben natürlich davon unberührt, denn sie bereiten mir große Freude. Der Urlaub war insgesamt bitter nötig und hat mir sehr gut getan. Vielen Dank an dieser Stelle für die netten Wünsche auf anderen Kanälen.

Natürlich sind aber einige Dinge zusammengekommen, die sich lohnen vorgestellt zu werden. Beginnen möchte ich mit der wiedervereinigten bzw. wiederauferstandenen Band Jamiroquai, die ich seit der ersten Platte verfolge und bereits in ihrer Anfangszeit einige Male live erleben durfte. Es gibt eine neue Platte und auch eine Tour läuft. Hoffentlich schaffe ich es zu einem der Konzerte, denn was ich in diesem Video sehe zeigt mir, dass die Band nichts von ihrer Klasse verloren hat und eher wie guter Wein mit dem Alter besser geworden ist. Gefallen mir natürlich die alten Songs deutlich besser, sind auch die neuen qualitativ von hoher Güte.


Ziemlich begeistert war ich auch von der psychedelischen Reise der Band Lemonwood aus Berlin, welche den Titel "Little Girl" trägt. Sie wird von der Band selbst als "psychedelic kraut song" bezeichnet, was ich sehr passend finde. Auch das Video dazu ist hervorragend. Diese Band werde ich definitiv weiter beobachten.


Matt Mondanile aka Ducktails hat für den neunten Oktober ein neues Album mit dem Titel "Jersey Devil" angekündigt, welches auf seinem eigenen Label New Images Limited erscheinen wird. Die ersten Hörproben, besonders "Map To The Stars" gefallen mir sehr.


Ein neues Stück wurde auch vom kommenden Album "Antisocialites" der Band Alvvays der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, welches am achten September erscheinen wird. Er heisst "Dreams Tonite" und zeigt mir , dass da noch einiges an Potential vorhanden zu sein scheint.


Zu guter Letzt eine Entdeckung, die schon einige Jahre alt ist. Snoop Dogg hat die Doors gesampled? Unfassbar, allerdings auch unfassbar gut. Bereits im Jahr 2004 nahm Snoop, der definitiv ein Kenner guter Musik ist, einen meiner Lieblingssongs der Band, nämlich "Riders On The Storm", für das Computerspiel "Need For Speed" auf. Besser spät entdeckt, als nie.



Weitere musikalische Neuigkeiten wären, dass Björk auf Twitter kryptisch ein neues Album angekündigt hat, die grandiose (im weitesten Sinne) Indiepop-Band The Groove Farm eine Bandcamp-Seite hat.

Die Filmrubrik muss leider wieder mit einem Todesfall beginnen. Die großartige Jeanne Moreau, die ich zum ersten Mal in meiner Jugend in dem Film "Fahrstuhl zum Schafott" von Louis Malle sah, welchen mir damals meine Mutter nahelegte und zu welchem Miles Davis die Musik geschrieben hat, ist von uns gegangen.


Auch auf eine neue Serie bin ich gestoßen. Na gut, so neu ist sie nicht mehr, denn ich wurde auf sie aufmerksam, weil ich einen Artikel darüber las, dass bereits seit dem ersten April diesen Jahres die dritte Staffel läuft. Daraufhin sah ich mir den Trailer an und besorgte mir die Serie "Rick And Morty" umgehend. Die Handlung dreht sich um den permanent betrunkenen, aber genialen Rick, der mit seinem Enkel Morty in andere Dimensionen reist. Liest sich erst einmal schräg und das ist es auch. Ein manisch-psychedelisches Feuerwerk mit teilweise pythoneskem Humor. So ziemlich das Irrste, was ich seit Langem gesehen habe. Aber so gut! Ich bin gerade bei der dritten Folge der ersten Staffel, deshalb bitte nichts verraten.


Ebenso auf meiner Liste steht die Serie "The Last Tycoon", die auf einer unvollendeten Geschichte Geschichte von F. Scott Fitzgerald aus dem Jahr 1941 beruht. Die Kritiken reichen von Vernichtung bis Lobpreisung, ich mache mir mein eigenes Bild.


Die Firma Saucony ist mir immer mal wieder untergekommen, aber noch kein Modell konnte mich direkt überzeugen. Weder zum Laufen, noch für den Alltag. Das hat sich nun mit dem Modell "DXN Vintage" geändert. Es wurde nach dem Läufer Rod Dixon benannt und erstmal 1983 auf den Markt gebracht. Damals entsprachen die Schuhe dem Status Quo der damaligen Technologie. Da ich immer noch ein paar Turnschuhe für bestimmte Anlässe, wie Städtetouren und Ähnliches suche, die meinen Ansprüchen entsprechen, bin ich guter Dinge, diese nun gefunden zu haben. Besonders das Modell in Grün hat es mir angetan.




Neulich hatte ich bereits über das "Worn Wear"-Programm von Patagonia berichtet, welches auch auf Instagram zu finden ist und über das ich einen Trailer gefunden habe. Sehr unterstützenswert.


Stilrelevant war der Artikel "Understanding the fit of a shoe". Ausserdem stieß ich auf Anna Cornelia Vieregge, die Taschen aus alten Barbour-Jacken herstellt.

Zwischenmenschliches gibt es diese Woche mal wieder eine ganze Menge. Los geht es mit einem TED-Talk vom Anil Seth mit dem Titel "Your brain hallucinates your conscious reality". That's deep, man.



Weitere lesenswerte Artikel waren:"You're not yourself when you're sleepy", "Fünf Zutaten für eine innige Freundschaft" und "Are notifications a dark pattern?".

An Rezepten gibt es heute "Mud Pie With Beer Ice Cream" , den "Italian Zucchini Pie" und "Turkey Avocado Burger". Themenrelevante Artikel: "What is natural wine?", über den 10-jährigen Geburtstag der Berliner Salut! Bar und einen darüber, wie Rauchverbote die Kneipenkultur zerstören.

Oh, wie konnte ich das vergessen?! Noch einmal kurz zurück zur Musik. Es gibt Neues von Shaun Ryders Zweitband Black Grape und es lässt in mir den Wunsch aufkommen, auf die nächste Tanzfläche zu rennen. Da werden Erinnerungen an die besten Zeiten wach, ohne dass es die peinliche Verneigung vor längst Vergangenem ist. Nein, auch hier wird nichts bisher Ungehörtes geboten, aber es groovt wie die Hölle. Die kommende Platte wird wie der Song heissen. Rave on!


Last but not least empfehle ich "The myths of the digital native and the multitasker", sowie "Night owls, rejoice: A late workout shouldn’t hinder your sleep. It could even help.", "The Homes of 18 Legendary Writers", als alter Kate Moss-Fan natürlich "A Decade of Kate: 8 Photographers Share Their Favorite ’90s Images of Miss Moss" und einen Vortrag mit dem Titel "From Don Draper to Big Data: The Revolution in Advertising".



Nun wünsche ich meinen Lesern ein schönes Wochenende!





Gehört: Mojo Essentials Mixtape 021




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