FUNDSTÜCKE KW 21

Mai 26, 2017


Die heutigen Fundstücke müssen mit einer Erklärung beginnen. Gestern hatte ich den ganzen Tag so starke Verspannungskopfschmerzen, dass ich mich nicht in der Lage sah, die Fundstücke pünktlich zu kuratieren. Dafür bitte ich um Entschuldigung. Heute sind die Kopfschmerzen weg und ich komme dazu, sie nun mit einem Tag Verspätung zusammenzustellen.

Beginnen möchte ich mit der guten Nachricht, dass es einen neuen Song der Band The Luxembourg Signal gibt, die ich schon länger verfolge. Genau die richtige Mischung aus Verträumtheit, Eingängigkeit, einer schönen Melodie und der richtigen Portion Wall of sound. So mag ich das. Die Band arbeitet im Moment an ihrem neuen Album. Dieser Titel wird am 23. Juni als 7"-Single auf Shelflife erscheinen.



In der Serie "Wie konnte das an mir vorbeigehen?" gibt es zwei neue Folgen: Wie konnte ich eigentlich nichts vom großartigen Künstler Benjamin Clementine mitbekommen? Ich stieß auf den Song "I Won't Complain" mit dem dazugehörigen sagenhaften Video. Das Album "At Least For Now" habe ich mir natürlich sofort besorgt und kann es sehr empfehlen. Das Internet kann ein schöner Ort sein. Es gibt auch eine Zusammenarbeit mit den Gorillaz beim Stück "Hallelujah Money", bei der ich ihn deutlich schwächer finde.


Die nächste Entdeckung war das Souljazz Orchestra aus Kanada, von dem ich zwar gehört, welches ich aber bisher ignoriert habe. Warum auch immer, es war ein Fehler. Richtig gut und es ist fast unmöglich sitzenzubleiben. Die musikalische Bandbreite der Band ist ziemlich groß, dieses Stück erinnert mich an Santana, als sie noch gut waren.


Den Abschluß der Musikrubrik macht der Mitschnitt einer englischen Kindersendung von 1984, in der nicht nur die Smiths, sondern auch Sandy Shaw vorkommen. Gleich zwei musikalische Schwergewichte in einem ziemlich skurrilen Beitrag. Und dann spielen sie auch noch "Jeane", einen meiner absoluten Lieblingssongs.


Zusätzlich interessant finde ich, dass im Moment ein Fender Precision Bass von James Jamerson versteigert wird, mit dem unzählige Motown-Klassiker eingespielt wurden. Bisher steht er bei 10.000 Dollar, was ich relativ günstig finde, wenn man sich anschaut, was wesentlich uninteressantere Devotionalien so einbringen.

Die lang erwartete dritte Staffel der Serie "Twin Peaks" hat endlich begonnen. Leider kam ich noch nicht dazu, sie mir anzusehen, weshalb ich auch noch keine Kritik abgeben kann. Wenn meine Leser sie bereits gesehen haben, freue ich mich über Einschätzungen in den Kommentaren. Aber bitte nicht spoilern! Im Vorfeld habe ich bereits vor einiger Zeit die ersten zwei Staffeln geschaut, weil das schon sehr lange her ist. Eine echt abgefahrene Serie. Für alle, die keine Zeit oder Lust haben, die gesamten zwei Staffeln noch einmal zu schauen, gibt es eine sehr gute Zusammenfassung. Das Video ist komischerweise "Nicht jugendfrei" gelistet.


Am 30.Mai  - also in vier Tagen - startet auch endlich die neue Staffel von "House Of Cards", welche ich bereits mit Spannung erwarte, endete die letzte doch mit einem Cliffhanger, wie ich ihn lange nicht gesehen habe. Eine der besten Serien aller Zeiten.


Früher war ich ein großer Fan der Serie "A-Team" und freue mich darüber, dass Laurence Tureaud alias Mister T. vor ein paar Tagen 65 Jahre alt geworden ist. Zu diesem Anlaß erinnerte ich mich an die Dokumentation "Bring Back The A-Team", in welcher der englische Journalist Justin Lee Collins versucht, die Gruppe wieder zusammenzubringen. Ich mag die Begeisterung, mit der er dabei vorgeht. Man merkt einfach, dass er wirklich Fan ist. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.


Joseph Beuys ist einer der berühmtesten und gleichzeitig umstrittensten Künstler aller Zeiten. Ich selbst kann mit seinem Werk nur teilweise etwas anfangen und finde seine Philosophie schwierig. Trotzdem besuchte ich vor einigen Jahren die große Ausstellung in Düsseldorf. Seit dem 18.Mail läuft die Dokumentation "Beuys", die einen sehr interessanten Eindruck macht und die ich mir selbstverständlich auch ansehen werde.


Leider gestorben ist Roger Moore, den ich - anders als die meisten - nicht in seiner Rolle als James Bond am Besten fand, sondern in der Serie "The Saint" als Simon Templar. Ruhe er in Frieden.


Zum Thema Stil fand ich den Artikel "Dress Up - What we lost in the casual revolution" vom sehr geschätzten G. Bruce Boyer, sowie einen Artikel über pinke Hemden und einen sehr schönen Werbefilm der Bespoke Dudes für ihre Brillen.


Zur Einleitung des kulinarischen Teils ein Artikel über Ansgar Oberholz, Betreiber des ehemaligen Hipstermekkas "St. Oberholz", der nun Bedienung eingeführt hat, da ein Großteil der Gäste offenbar nur das freie W-Lan ausnutzt und sich stundenlang an einem Kaffee festhält. Ich bin dort schon mehrfach gewesen und kann bestätigen, dass alle Klischees zutreffen. Beim letzten Besuch kam ich bereits selbst in das Vergnügen der Bedienung und muss sagen, dass diese berlinuntypisch sehr nett war. Peter Richter, dessen Bücher ich wärmstens empfehlen kann, hatte vor einigen Jahren mal eine Videokolumne bei der FAZ, namens "Richterspruch". In einer Folge setzte er sich mit damal aktuellen Internetphänomenen auseinander. Gefilmt wurde das ganz in, natürlich, besagtem "St. Oberholz".


Lesenswerte Kulinarik-Artikel waren einmal einer über den Reifegrad von Käse, eine Tour durch die besten Bagel-Läden in New York, über den umstrittenen Stern des Berliner Restaurants "Einsunternull" und über eine neue Möglichkeit, Weinflaschen im Flugzeug zu transportieren.

An Rezepten gefiel mir "Basque Chicken",  "Szechuan-Fisch mit scharfer Bohnensauce", sowie "Gefüllte Artischocken mit Ziegenkäse".



Ich wünsche meinen Lesern ein schönes Wochenende!




Gehört: DJ Import - Best Of Buddha Bar

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