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FUNDSTÜCKE KW 17


Kennen meine Leser Verspannungskopfschmerzen? Ich wache manchmal damit auf, wenn ich in der Nacht komisch gelegen habe. Die verschwinden dann den ganzen Tag nicht und man muss da einfach durch. Man wird nicht jünger. Sie sind heute aber nicht so stark, dass die Fundstücke deshalb ausfallen müssten. Diesmal sind diese wieder sehr musiklastig, da einige Geburtstage anstanden.

Am Montag feierte Paul Ryder, seines Zeichens Bassist der Happy Mondays, seinen Ehrentag. Die Band begleitet mich schon lange und ihr Album "Pills 'n' Thrills and Bellyaches" halte ich für einen zeitlosen Klassiker halte, der nichts von seiner Frische verloren hat. Ein Konzert in Köln wurde vor ein paar Jahren leider kurzfristig abgesagt, was mich damals sehr enttäuschte. Seitdem bekam ich leider keine Gelegenheit mehr, die Band live zu sehen. Einer meiner Lieblingssongs ist "Tart Tart", in dem ich vor Allem Paul Ryders Basslinie mag.


Da auch Bez, der Tänzer der Happy Mondays kürzlich Geburtstag hatte und ich hier die Regeln sowieso selbst mache, erlaube ich mir, noch ein weiteres Fundstück der Band vorzustellen, welches auch Paul Ryder besonders hervorhebt. Der Titel "Mad Cyril", dargeboten auf der von Granada TV und Anthony Wilson veranstalteten "OSM Warehouse Party" im Juli 1989. Was für ein Zeitdokument, was für eine Bassline. Gänsehaut ist aktiviert. Rave on!


Wenn sich alle wieder hingesetzt haben, kann es weitergehen. Am Montag wäre der hundertste Geburtstag der unglaublichen Ella Fitzgerald gewesen, auf die ich bereits in frühester Kindheit stieß, da meine Eltern sie gern hörten. Mein Lieblingslied war immer "I´ve Got The World On A String", aber was man so alles bei Youtube findet, ließ mich davon abkommen, den Titel zu bringen. Dafür gibt Ella einmal zusammen mit Frank Sinatra 1958 und einmal zusammen mit Sammy Davis Jr., dessen Autobiographie ich übrigens sehr empfehlen kann, (und in gewisser Weise auch Ed Sullivan) 1964. So kommen gleich mehrere von mir hochgeschätzte Künstler vor.



Am 19. November 1981 traten New Order im New Yorker "Ukrainian Ballroom" auf. Dies ist von daher erwähnenswert, weil das Konzert mitgeschnitten wurde und die Band in ihrer wenig dokumentierten Frühphase zeigt. Nicht nur das: Ein guter Geist hat sich die Mühe gemacht, Bild und Tonqualität zu verbessern und das Ganze der Welt zur Verfügung zu stellen. Eine absolute Perle, denn zu der Zeit war die Band noch relativ weit entfernt von ihrem späteren Sound, den in Form von "Blue Monday" durch dessen inflationäre Beschallung Auf Abitur-/ und Studentenparties, eigentlich jeder kennt. Man möge mich nicht falsch verstehen. Ich mag die Band sehr, aber manche Lieder wurden einfach kaputtgedudelt. Hier hatte die Band diesen Sound noch nicht gefunden und ebensowenig war klar, wer den Gesang übernehmen würde. Sehr interessant.


Ein bischen weg von der Musik, aber definitiv auch im weitesten Sinn damit verbunden, ist das Thema Beatniks/Beat Generation, auf das ich durch zwei Bücher aufmerksam wurde, die ich als Jugendlicher zum Geburtstag bekam. Das eine war "On The Road" von Jack Kerouac und das andere "Beat: Die Anthologie". Mit dieser Bewegung, die im Prinzip die Vorläufer der Hippies waren, setzte ich mich in der Folgezeit sehr eingehend auseinander und las mich wie eine Maschine durch alles, was es zu dem Thema gibt. Bei Spotify fand ich nun eine Playlist mit achtzehn Stunden Tonmaterial von Beat-Autoren. Darüber, dass Charles Bukowski, der eigentlich nicht dazugehörte, auch enthalten ist, sehe ich großzügig hinweg, denn auch war auf seine Art bemerkenswert.

 
Was Stil betrifft, bin ich wieder auf ein Gespräch mit Bernhard Roetzel gestoßen. auch auf die Gefahr hin, dass ich langsam wie ein Jünger wirke, der ich nicht bin, stelle ich dieses Gespräch trotzdem vor. Es fand in Baden-Baden bei Vickermann und Stoya statt. Was Herr Roetzel äussert, hat meist Hand und Fuß. Viel mehr Männer sollten seine Tipps und Aussagen beherzigen. Wären da bloß nicht die Türglocke und die Hintergrundgespräche... Egal, um es auf die Spitze zu treiben, hier noch ein Interview mit ihm auf der Website der sehr empfehlenswerten Krawattenmanufaktur "Viola Milano".


Die Internetseite "LookLive" recherchiert, was die Protagonisten verschiedener Serien tragen und liefert direkt Links zum Erwerben dieser Stücke. Insgesamt keine neue Idee, aber bezüglich Serien definitiv. Hier mal als Beispiel "House Of Cards", "True Detective", "Mr. Robot" und "Revenge", um welche zu nennen, die ich gern geschaut habe.

Lesenswerte Artikel in dieser Woche waren einer über die Ästhetik von Lärm in der analogen Musik, einer darüber, dass zu langes Überlegen nicht weiterführt.

Den kulinarischen Teil möchte ich heute mit einem Video einleiten, in dem man Popcorn in Zeitlupe aufgehen sieht. Liest sich nicht spannend, ist aber sehenswert.


Lesenswert fand ich ein Interview mit Barkeeper-Legende José Garcia Hernandez. Auszuprobierende Rezepte sind "Lamb Kofta with Yogurt-Tahini Sauce" und "Yakamein".

Ich wünsche meinen Lesern ein schönes Wochenende!



Gehört: The Lost Mixtapes #5 - A Jazzanova mix by Alex Barck

Kommentare

  1. Ich empfehle Dir regelmäßig, besonders nach dem Laufen, ein paar Übungen mit der Blackroll. Dann sind Verspannungen (fast) Geschichte

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    1. Danke für den Tipp. Wenn ich jetzt noch wüsste, was eine "Blackroll" ist...

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