FUNDSTÜCKE KW 05

Februar 02, 2017


Wir befinden uns erst in der fünften Woche des Jahres und es kommt mir vor, als sei Silvester schon ewig her. Der Alltag lullt einen dann doch schnell wieder ein, was nicht zwangsläufig etwas Schlechtes ist. Wie ich bereits schrieb, mag ich meinen Trott, zu dem inzwischen auch die Fundstücke gehören.

Der von mir sehr geschätzte Stanley Kubrick hat in seinen Filme oft klassische Musik nicht nur als Hintergrundbeschallung, sondern als unterstützend für den Gesamteindruck eingesetzt. Das wurde bezüglich mancher Szenen kontrovers diskutiert, stellt für mich allerdings ein faszinierendes Alleinstellungsmerkmal seines Schaffens dar. Bei Spotify fand ich eine Playlist die alle klassischen Stücke enthält, die Kubrick je in seinen Werken verwendet hat.



Da ich mich für amerikanische Literatur interessiere, fand ich diese Sammlung von 26 Vorlesungen der Yale-Professorin Amy Hungerford über den amerikanischen Roman seit 1945 sehr interessant. Vor Allem, weil einige meiner Lieblingsromane dabei sind. Habe selbst noch nicht alle sehen können, sie befinden sich aber auf der Liste.



Eines der ersten Geburtstagsgeschenke, welches ich meinem Vater von eigenem Geld kaufte, war eine Schallplatte von John Lee Hooker. Im Prinzip habe ich mir diese eigenlich selbst geschenkt, denn ich war viel begeisterter von ihr, als der Beschenkte. Sie befindet sich heute somit passenderweise in meinem Plattenregal. Die folgende einstündige Sammlung von raren Liveauftritten aus den Jahren 1960-1984 macht eventuell deutlich, warum mich der Mann bis heute fasziniert.


Zum Thema "Stil" fand ich einen Klassiker. Im Video "Vom echten Glanz zur Herrlichkeit" beschäftigt sich Peter Eduard Meier, Inhaber des ältesten Schuhauses in Deutschland, mit Schuhen und ihrer Pflege. Bis heute unverzichtbar.


In der FAZ  las ich gestern ein sehr interessantes Interview mit Bernhard Roetzel über Stil und Manieren mit dem Titel "Wer sich stillos kleidet, hängt sich selbst ab.". Dem kann ich nur beipflichten.

Zu den Themen passt auch der Artikel "Whatever Happened to Arriving on Time for a Dinner Party?" über die Etikette rund um Abendeinladungen.

Desweiteren entdeckte ich zwei Dokumentationen, die hier thematisch reinpassen. Zum einen "Behind The Hedgerow", zum Anderen "Florence Foster Jenkins: A World Of Her Own". Ich weiß schon, wie ich meinen Sonntag verbringen werde.



An auszuprobierenden Rezepten gibt es diese Woche einmal Ernest Hemingways Cocktailrezept für schlechte Zeiten von 1937. Das Getränk mit dem Namen "Death in the Gulf Stream" kann man seiner Meinung nach bereits ab 11:00 Uhr morgens. Nun denn...

"Take a tall thin water tumbler and fill it with finely cracked ice.
Lace this broken debris with 4 good purple splashes of Angostura, add the juice and crushed peel of 1 green lime, and fill glass almost full with Holland gin…
No sugar, no fancying. It’s strong, it’s bitter—but so is English ale strong and bitter, in many cases.
We don’t add sugar to ale, and we don’t need sugar in a “Death in the Gulf Stream”—or at least not more than 1 tsp. Its tartness and its bitterness are its chief charm."

Dazu kann man sehr gut das Steakbrot essen, dessen Zubereitung anhand eines GIFs dargestellt wird. Eigentlich mag ich keine GIFs, aber dieses, welches ich auf dem Blog "Soulweeper" entdeckte, machte mich sofort hungrig.


Nun bleibt mir noch, meinen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen und auf etwas besseres Wetter zu hoffen.




Gehört: The Future Beats Show 138

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2 Kommentare

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A Guy Called Classic