Direkt zum Hauptbereich

FUNDSTÜCKE KW 05


Wir befinden uns erst in der fünften Woche des Jahres und es kommt mir vor, als sei Silvester schon ewig her. Der Alltag lullt einen dann doch schnell wieder ein, was nicht zwangsläufig etwas Schlechtes ist. Wie ich bereits schrieb, mag ich meinen Trott, zu dem inzwischen auch die Fundstücke gehören.

Der von mir sehr geschätzte Stanley Kubrick hat in seinen Filme oft klassische Musik nicht nur als Hintergrundbeschallung, sondern als unterstützend für den Gesamteindruck eingesetzt. Das wurde bezüglich mancher Szenen kontrovers diskutiert, stellt für mich allerdings ein faszinierendes Alleinstellungsmerkmal seines Schaffens dar. Bei Spotify fand ich eine Playlist die alle klassischen Stücke enthält, die Kubrick je in seinen Werken verwendet hat.



Da ich mich für amerikanische Literatur interessiere, fand ich diese Sammlung von 26 Vorlesungen der Yale-Professorin Amy Hungerford über den amerikanischen Roman seit 1945 sehr interessant. Vor Allem, weil einige meiner Lieblingsromane dabei sind. Habe selbst noch nicht alle sehen können, sie befinden sich aber auf der Liste.



Eines der ersten Geburtstagsgeschenke, welches ich meinem Vater von eigenem Geld kaufte, war eine Schallplatte von John Lee Hooker. Im Prinzip habe ich mir diese eigenlich selbst geschenkt, denn ich war viel begeisterter von ihr, als der Beschenkte. Sie befindet sich heute somit passenderweise in meinem Plattenregal. Die folgende einstündige Sammlung von raren Liveauftritten aus den Jahren 1960-1984 macht eventuell deutlich, warum mich der Mann bis heute fasziniert.


Zum Thema "Stil" fand ich einen Klassiker. Im Video "Vom echten Glanz zur Herrlichkeit" beschäftigt sich Peter Eduard Meier, Inhaber des ältesten Schuhauses in Deutschland, mit Schuhen und ihrer Pflege. Bis heute unverzichtbar.


In der FAZ  las ich gestern ein sehr interessantes Interview mit Bernhard Roetzel über Stil und Manieren mit dem Titel "Wer sich stillos kleidet, hängt sich selbst ab.". Dem kann ich nur beipflichten.

Zu den Themen passt auch der Artikel "Whatever Happened to Arriving on Time for a Dinner Party?" über die Etikette rund um Abendeinladungen.

Desweiteren entdeckte ich zwei Dokumentationen, die hier thematisch reinpassen. Zum einen "Behind The Hedgerow", zum Anderen "Florence Foster Jenkins: A World Of Her Own". Ich weiß schon, wie ich meinen Sonntag verbringen werde.



An auszuprobierenden Rezepten gibt es diese Woche einmal Ernest Hemingways Cocktailrezept für schlechte Zeiten von 1937. Das Getränk mit dem Namen "Death in the Gulf Stream" kann man seiner Meinung nach bereits ab 11:00 Uhr morgens. Nun denn...

"Take a tall thin water tumbler and fill it with finely cracked ice.
Lace this broken debris with 4 good purple splashes of Angostura, add the juice and crushed peel of 1 green lime, and fill glass almost full with Holland gin…
No sugar, no fancying. It’s strong, it’s bitter—but so is English ale strong and bitter, in many cases.
We don’t add sugar to ale, and we don’t need sugar in a “Death in the Gulf Stream”—or at least not more than 1 tsp. Its tartness and its bitterness are its chief charm."

Dazu kann man sehr gut das Steakbrot essen, dessen Zubereitung anhand eines GIFs dargestellt wird. Eigentlich mag ich keine GIFs, aber dieses, welches ich auf dem Blog "Soulweeper" entdeckte, machte mich sofort hungrig.


Nun bleibt mir noch, meinen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen und auf etwas besseres Wetter zu hoffen.




Gehört: The Future Beats Show 138

Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Lieber Kommentator,

es freut mich, dass Sie etwas loswerden möchten. Die Kommentare werden normalerweise zweimal am Tag moderiert. Manchmal seltener, manchmal öfter. Für Spannung ist also gesorgt.

Herzliche Grüße,

A Guy Called Classic

Beliebte Posts aus diesem Blog

FUNDSTÜCKE 02/18

Wer denkt sich eigentlich dieses Wetter aus? Schneeregen ist so ziemlich das Letzte. Da kann man nur diejenigen beneiden, die nicht vor die Tür müssen. Leider gehöre ich nicht zu diesen glücklichen Menschen. Da verbessert es ein bisschen die Laune, dass sich wieder einige Funde angesammelt haben, die zusammengestellt werden können.

Inzwischen wurde das dritte Video, in diesem Fall das des Titelsongs, der neuen Veröffentlichung "Shape The Future" von Nightmares On Wax bereitgestellt. Es ist, wie auch die beiden vorherigen Videos, ein kleines Kunstwerk.


Eine neue Single gibt es auch von The Hit Parade auf dem bandeigenen Label JSH Records. Beide Stücke sind richtig gut, mir gefällt die A-Seite "Oh Honey I..." etwas besser. Es ist selten, dass eine Band es so lange schafft, diese hohe Qualität aufrechtzuerhalten.


Auch die Ein-Mann-Band "The Catherines" hat einen neuen Song veröffentlicht. Er trägt den schweren Titel "If You Knew What's Behind Her Sm…

FUNDSTÜCKE KW 45

Letzte Woche kam ich leider nicht zu den Fundstücken, weil einfach zuviel los war. Dies zur Information für die netten Leser, welche schon besorgt auf verschiedenen Kanälen anfragten, ob mir auch nichts passiert sei. Ich kann zur Beruhigung  verkünden, dass ich bis auf eine kleine Rückenzickerei gesund und munter bin. Das "echte" Leben geht allerdings immer vor und die Fundstücke nehmen sehr viel Zeit in Anspruch, die ich einfach nicht hatte. Achso, in anderen Blogs kann ich leider immer noch nicht wieder kommentieren. Wenn jemand eine Lösung weiss, bitte melden!

Beginnen möchte ich mit einer Veröffentlichung von Retrogott und Glenn Astro, die bereits am 28.09.2017 erschien. Sie zeigt mal wieder, dass guter deutscher Rap noch existiert. Das vergisst man ja manchmal. Ich freue mich jedes Mal über Hörbares aus dem Bereich und fühle mich hier an die guten alten Zeiten in Richtung Advanced Chemistry,  Der Tobi & Das Bo oder auch Fischmob erinnert. 

Ein neues Video gibt es a…

FUNDSTÜCKE 01/18

Ja, er lebt noch. Dies sind die ersten Fundstücke im Jahr 2018 und ich hoffe, meine Leser hatten ein schönes Weihnachtsfest, sowie einen angenehmen Jahreswechsel. Es erreichten mich zahlreiche Mails mit Anfragen, ob es mir gut ginge  und warum denn so lange kein neuer Beitrag kam. Es ist richtig: Ich habe zwei Monate lang nichts geschrieben, das wären acht Fundstücke gewesen. Damit sind wir auch beim Kern der Begründung. Seit Oktober hatte ich beruflich und privat soviel um die Ohren, dass ich weder Zeit noch Muße hatte, diese mir wirklich wichtigen Artikel zu schreiben. Da ich einen gewissen Anspruch an die Fundstücke habe und als Perfektionist dazu neige, eine Sache gar nicht erst zu beginnen, wenn ich weiss, dass ich meinem Anspruch nicht gerecht werden kann, schrieb ich eben gar nichts. Nur bei Instagram war ich aktiv.

Über die wunderschönen Weihnachtstage im Kreis der Familie habe ich mir dann die Zeit genommen, darüber nachzudenken, wie es in Zukunft mit dem Blog weitergehen so…