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FUNDSTÜCKE KW 47


Diese Woche war wieder mal viel zu tun, deshalb kommen die "Fundstücke" erst heute. Ich bitte vielmals um Verzeihung, erreichten mich doch bereits ungeduldige Nachfragen. Das zeigt mir, dass das Blog verfolgt wird, was mich natürlich freut.

Eine der Schattenseiten ausgefüllter Tages ist, dass man kaum noch zum Musik hören und zum Lesen kommt. Das mit dem Lesen ist gelöst, das tue ich vor dem Schlafengehen. Bleibt die Musik. Früher lief bei mir immer Musik. Und damit meine ich immer. Das ist mit der Zeit weniger geworden, was ich sehr bedaure, da mein Interesse an und meine Liebe zur Musik natürlich nicht weniger geworden sind. Diesen Zustand werde ich ändern. Da ich auf meiner (nahezu) täglichen Laufrunde immer Musik höre und dabei in letzter Zeit immer wieder die Gelegenheit hatte, eingehend Platten zu lauschen, die ich ewig nicht gespielt habe, werde ich hier in Zukunft immer mal wieder kommentieren, was ich aktuell beim Laufen in der Wiedergabeliste hatte. Zusätzlich habe ich mir vorgenommen, wieder mehr auf ausgewählte Konzerte zu gehen. 

Nun aber zu den Fundstücken der Woche. Beginnen möchte ich mit der mexikanischen Band "Mexrrissey", die (wie der Name eventuell vermuten lässt) Morrissey-Stücke auf mexikanisch nachspielen. Finde ich ganz gelungen, besonders die Version von "First Of The Gang To Die" in Kombination mit dem Video. Auf Albumlänge nutzt sich das Konzept leider schnell ab. Das ist bei Coverversionen aber meist so. Erwähnenswerte Ausnahmen sind zum Beispiel Max Raabe oder Richard Cheese.


Ich mache zwar selbst keinen Kampfsport, fand diese Jiu Jitsu-Vorführung zweier Herren im Jahr 1919 trotzdem sehr sehenswert. Ob das wirklich Jiu Jitsu ist, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht äussert sich da mal jemand zu, der darüber besser Bescheid weiß.


Zum Thema "Herr" habe ich einen für diese Jahreszeit relevanten Artikel über das Verhältnis von Männern zu Regenschirmen gefunden. Da steht viel Wahres drin.

"Es fängt schon damit an, dass die meisten Männer bei Schirmen kein Qualitätsbewusstsein haben", sagt Roetzel. Selbst, wenn sie sonst gut gekleidet seien, trügen sie bei Regen "ein Ding mit der Werbung einer Kopfschmerztabletten-Firma, das sie irgendwo abgestaubt haben". 

Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit der Garderobe des Hauptprotagonisten in einem meiner Lieblingsfilme "The Graduate", die auch für mich bereits beim ersten Schauen im zarten Alter von ca. 10 Jahren besonders beeindruckend war und einen nicht unerheblichen Einfluß auf meinen eigenen Stil hatte.

Bereits im Jahr 2013 beschäftigte sich Robert Klara im Artikel "How London Fog lost its Mad Men Cool"  einem Artikel mit der Umstrukturierung der legendären Firma "London Fog", hin zum Schlechten, die stellvertretend für den Wandel unzähliger Firmen steht, die heute noch von ihrem durch hohe Qualität und Beständigkeit erworbenen guten Ruf leben, die aber nur noch ein Schatten ihrer Selbst sind. Hier noch Ausschnitte aus dem Shooting mit Christina Hendricks, deren Engagement im Jahr 2010 ein Schritt in die richtige Richtung hätte gewesen sein können. Hätte, können, wird klar, oder?


Die seit 20 Jahren existierende Band "The Emerald Down" hat zum ersten Mal in ihrer Karriere Videos gedreht. Zur Neuveröffentlichung ihrer erstmal 2001 erschienenen Platte "Scream The Sound" erschienen gleich zu zwei Liedern bewegte Bilder. Die Qualität der Musik ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Auf die kommende LP "Songs From Saturn" bin ich sehr gespannt.



Triggerwarnung für Vegetarier: Zwei interessante Rezepte entdeckte ich diese Woche. Der Kiezneurotiker verlinkte Tipps für das perfekte Wiener Schnitzel, die ich umgehend ausprobieren werde und hier wird beschrieben, wie man "Planked, Bacon-Wrapped Meatloaf" zubereitet.

Zu guter Letzt noch zwei Gründe für mich, mal wieder ins Kino zu gehen. Am zweiten Dezember startet "Jackie", ein Film über das JFK-Attentat und die Zeit danach aus der Sicht seiner Frau, die von Natalie Portman gespielt wird.


Der zweite und fast noch wichtigere Film ist der über die tragische Florence Foster Jenkins, mit der ich Kindheitserinnerungen verbinde. Manchmal, wenn meine Eltern gute Freunde zu Besuch hatten, legte mein Vater zu späterer Stunde die Schallplatte von Florence Foster Jenkins auf und ich konnte oben im Bett den schiefen Gesang und das schallende Gelächter der Anwesenden hören. Besonders Teile aus der Zauberflöte habe ich da in Erinnerung. Die Hauptrolle in diesem Biopic spielen Meryl Streep und Hugh Grant. Den Pianisten spielt Simon Helberg, besser bekannt als Howard Wolowitz aus "The Big Bang Theory". Filme können schlechter besetzt sein.


Mit dem Fundstück, welches meine seit Ewigkeiten vertretenen These, dass echte Freundschaften zwischen Männern und Frauen im Prinzip nicht existieren, endlich wissenschaftlich unterfüttert, wünsche ich meinen Lesern ein schönes Restwochenende.



Gehört: The Emerald Down - Scream The Sound

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