FUNDSTÜCKE KW 42

Oktober 20, 2016


In dieser Woche sind weniger viele Fundstücke zusammengekommen als sonst. Das bedeutet aber nicht, dass ich diese meinen Lesern vorenthalte.

Am ersten Juni 1967 erschien das Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" der Beatles. Drei Tage später trat Jimi Hendrix im Bag O'Nails Club in London auf und spielte den Titelsong der Platte, der ihn so begeistert hatte, dass er ihn innerhalb weniger Tage lernte als Eröffnung an diesem Abend. Im Publikum saßen Paul McCartney und George Harrison.

McCartney äusserte sich dazu gegenüber Barry Miles für dessen Buch "Many Years From Now" wie folgt:

It would be one of his first gigs in London. Jimi was a sweetie, a very nice guy. I remember him opening at the Saville on a Sunday night, 4 June 1967. Brian Epstein used to rent it when it was usually dark on the Sunday. Jimi opened, the curtains flew back and he came walking forward, playing 'Sgt. Pepper', and it had only been released on the Thursday so that was like the ultimate compliment. It's still obviously a shining memory for me, because I admired him so much anyway, he was so accomplished. To think that that album had meant so much to him as to actually do it by the Sunday night, three days after the release. He must have been so into it, because normally it might take a day for rehearsal and then you might wonder whether you'd put it in, but he just opened with it. It's a pretty major compliment in anyone's book. I put that down as one of the great honours of my career. I mean, I'm sure he wouldn't have thought of it as an honour, I'm sure he thought it was the other way round, but to me that was like a great boost.


Weiter geht es mit einer sehenswerten Dokumentation über das 1897 gegründete britische Magazin "Country Life" und die Realität des Landlebens. Sehr interessant, wie sich Vieles ähnelt, Anderes wiederum gar nicht.



Einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist "Rosemary's Baby" von Roman Polanski. Ich mag den subtilen Horror, die phantastischen Leistungen aller Schauspieler, den Stil von John Cassavetes, die kaum bemerkbaren Anspielungen auf den Zeitgeist und natürlich das Setting im Dakota-Building. Aus diesem Grund war ich begeistert, dieses Dokumantation über die Dreharbeiten zu finden. Den Film selbst habe ich schon an die 20 Mal gesehen. Wer ihn nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen.


Was die "Peep Show" angeht, war ich Spätzünder. Die Serie startete, ohne mein Wissen bereits im Jahr 2003. Ich sah zum ersten mal in diesem Jahr Ausschnitte und war begeistert. Das führte zu verantwortungslosem Binge Watching (Für alles Schlimme gibt es eine englische Bezeichnung, dass man es auch als cool hinstellen kann.), sprich: Alle Staffeln in zwei Wochen. Die letzte Staffel wurde im vergangenen Jahr ausgestrahlt und somit war die Serie die am längsten Laufende in der Geschichte von Channel 4. Das nachfolgende Video zeigt eine Gesprächsrunde im Rahmen der Veranstaltung "Guardian Live" in der die Hauptdarsteller David Mitchell und Robert Webb unter Anderem über diese letzte Staffel sprechen. Sehr amüsant.


Nach wie vor bin ich extrem eingespannt. So sehr, dass ich sogar schon Arbeitsfrühstücke eingeführt habe. Fand ich immer albern, inzwischen schätze ich sie. Das Fotos zeigt den Ort meines heutigen Arbeitsfrühstücks. Zum Glück ist das Ende dieser Phase absehbar und dann werde ich auch wieder mehr Zeit für Artikel haben. 

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6 Kommentare

  1. Arbeitsfrühstück? Erinnert mich an meine Erziehung am Esstisch. "Essen ist Arbeit, sitz gerade!" ;-)

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    1. Meine Eltern haben auch streng auf Tischmanieren geachtet. Allerdings wurde Essen nie als Arbeit bezeichnet.

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    2. Na ja, ich glaube nicht, dass der Satz mir geschadet hat...obwohl..heute lümmel ich meistens in Wollsocken und Suppenschüssel auf dem Sofa....

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    3. Einen wie auch immer gearteten Schaden wollte ich nicht unterstellen. Das Kleidungsstück "Suppenschüssel" war mir allerdings bisher unbekannt.

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es freut mich, dass Sie etwas loswerden möchten. Die Kommentare werden normalerweise zweimal am Tag moderiert. Manchmal seltener, manchmal öfter. Für Spannung ist also gesorgt.

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A Guy Called Classic