STILVORBILD: WILLIAM FRANK BUCKLEY JR.

September 17, 2016

Bei meinen sartorialen Präferenzen drängt sich eine Person geradezu auf, als Stilvorbild genannt zu werden. Wie aus der Überschrift bereits hervorgeht, handelt es sich um William Frank Buckley Jr., den Gründer der politischen Zeitschrift "National Review" und von 1966-1999 Moderator von "Firing Line", der somit am längsten laufenden Talkshow im amerikanischen Fernsehen.


Wie auch schon bei dem bereits vorgestellten George Ames Plimpton, mag ich bei Buckley die Kombination aus der Tatsache, dass er immer korrekt gekleidet war, sich auf der anderen Seite aber keine großen Gedanken darum gemacht zu haben scheint und seine Kleidung deshalb mit einer oft kopierten, aber selten erreichten Lässigkeit trug.

Nun lasse ich Bilder sprechen:


 






   









Da Buckley ein sehr eitler Mensch war, gibt es von ihm einige bewegte Dokumente, die auch anderweitig thematisch hier hineinpassen. Als erstes sei sei sein Besuch in der Talkshow von Woody Allen erwähnt, in der er mit ihm das Jahr 1967 thematisierte. Leider ist die Bildqualität sehr schlecht. Trotzdem ein Erlebnis. Was Buckley nämlich von vielen politischen Menschen abhob, war sein ausgeprägter Humor.


Ein weiteres brilliantes Zeitdokument, in dem nicht nur Buckley, sondern auch einer seiner Gäste sehr gut gekleidet ist, ist diese Ausgabe von "Firing Line", in der seine Gästerunde unter anderem aus einem fast schon tragisch abgehalfterten und völlig betrunkenen Jack Kerouac, sowie dem einen jungen Ed Sanders (Einer meiner Lieblingsautoren und damals Mitglied der Band "The Fugs") besteht. Im Publikum sitzt ausserdem Allen Ginsberg. Das Thema ist "Hippies".


Berühmt ist natürlich auch seine Debatte mit Gore Vidal, die zu einem legendär gewordenen Dialog führte, in dem Buckley die Kontrolle verlor und den er laut Menschen, die ihn kannten, sein Leben lang bereute. Diese Debattenreihe wird in der sehr empfehlenswerten Dokumentation "Best Of Enemies". Da dies aber kein politsches Blog ist, werde ich darauf nicht weiter eingehen. Hier geht es um Stil. 

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